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Matthias Lanzinger wieder auf Schi

Zehn Monate nach seiner Unterschenkel-Amputation meisterte der Salzburger die Kitz-Abfahrt.

Seit seiner Amputation ist der ehemalige ÖSV-Rennfahrer beispielgebenden für Lebensmut und macht Fortschritte im Rekordtempo. Am Mittwoch hatte er seine speziell für das Skifahren gebaute Prothese erstmals am Baby-Lift ausprobiert, schon einen Tag später machte der Abtenauer zusammen mit Michael Walchhofer, Hermann Maier und Co. die Besichtigung der Kitzbüheler Abfahrtspiste mit.

Quantensprung. “Das Gefühl war anfangs etwas komisch, aber am Ende hat es wirklich gut funktioniert. Es war ein Quantensprung”, war Lanzinger die Freude über die Rückkehr auf Ski deutlich anzumerken. Seine Klage gegen die FIS war an diesem Tag natürlich kein Thema. “Es ist einfach nett, wieder einmal auf dieser Seite des Zaunes zu stehen”, sagte er nach der Fahrt vom Hahnenkamm zu Medienvertretern in Kitzbühel. Lanzinger ist seit diesem Winter u.a. als ORF-TV-Experte aktiv.

Professionelle Ambitionen. Weil Lanzinger immer schon rasante Fortschritte machte, wird auch der nächste nicht auf sich wartenlassen. Schon am kommenden Samstag wird er bei der Kitz-Charity-Trophy sein erstes Skirennen seit dem Unfall bestreiten. Wirklich professionelle Ambitionen hat Lanzinger aber – zumindest derzeit – keine. Auch ein Start bei den Paralympics ist derzeit nicht eingeplant. “Ich genieße es gerade sehr, mich nicht mehr mit Leistungsdruck herumschlagen zu müssen.”

© Kleine Zeitung 2009